Sommermärchen auf Norwegisch

Wenn mich zur Zeit jemand fragt, wie es denn im Sommerurlaub in Norwegen so gewesen sei, sich die grinsende Anspielung auf unseren Regensommer im letzten Jahr nicht verkneifend, so antworte ich breiter grinsend, auf die tief gebräunten Arme deutend:  „Es war toll!!! Sonne pur, nur zwei echte Regentage, sind alles geklettert, was wir uns vorgenommen hatten und haben sogar einige Träume erfüllt, die vorher nur leise geäußert wurden!“. Äätsch!

Die Seereise

Begonnen haben diese Zauberdreiwochen – wie immer – mit einer Seereise. Wie immer von Hirtshals in Dänemark nach Kristiansand in Norwegen. Wie immer mit Colorline… halt stop! Dieses Jahr nicht wie immer mit ColorLine, sondern auf Grund selbstverordneter Sparmaßnahmen wegen selbstverschuldetem Spätbuchens mit der Alternative „Fjordline“. Ich bin mit Fjordline schon einmal 2008 gefahren, damals noch „Masterferries“ und die hatte diesen genial schnellen Katamaran, der in einer unglaublichen Geschwindigkeit zuerst die Autos auf unglaublich niedrigen Decks, halb gestapelt, halb gequetscht geladen hat und dann selbige in einer ebenso unglaublichen Geschwindigkeit mit einer noch unglaublicheren Heckwelle in 2:15h nach Kristiansand über den Skagerak geschossen hatte. Günstig, schnell, gute Abfahrtszeiten. Norwegenherz, was willst Du mehr. Eigentlich ganz cool.

Dieses Jahr war’s auch ganz cool, zumindest bis etwa 30 Minuten nach dem Ablegen in Hirtshals. „Uncool“ wurde es erst, als der Skagerak mit mittlerer Nord-Ost-Dünung diesen badeseetauglichen Katamaran derart in Schaukel- und Rollbewegungen versetzte, dass sich wohl jeder dritter Reisender artig berufen fühlte die Kotztüten zu befüllen. Leider schaffte es wohl etwa jeder zehnte nicht bis in oder an eine Tüte, sodass sich langsam ein süßlich-säuerlicher Geruch zu dem Kaffee- und Hotdogduft über das Aufenthaltsdeck ausbreitete. Zwischenzeitlich zerlegte sich noch ein Regal mit Flaschen von Hochprozentigem im Dutyfree-Shop und mischte in der Geruchsmischung betäubend mit. Später erfuhren wir, dass sich auf der Fahrt am Vortag sogar fünf Autos eine Kaltverformung der Stoßfänger vorne und hinten abgeholt hatten… ahhjaa! Hatte ich eigentlich die Handbremse angezo… jaja, bestimmt!

Ich verzichte zum Schutz des Lesers weitere, einzelne Szenen oder Seekrankheits-Schicksale zu beschreiben – ihr könnt es euch denken.

Wir haben auf jeden Fall die zweieinhalb Stunden ohne Tüteneinsatz überstanden, würden aber übertreiben, wenn wir behaupten, unseren Mägen in dieser Zeit nicht genauer kennengelernt zu haben. Isa O-Ton: „Ich habe zwischenzeitlich gedacht, es wird mir in meinem ganzen Leben nie wieder ‚gut‘ werden!“. Zum Glück erfüllte sich diese Befürchtung nicht – auch nicht auf der Rückreise, wenn ich vorgreifen darf. Ach, und das Auto war entgegen der Erwartungen auch noch in der gleichen Form, wie wir es abgestellt hatten.

So fing unser Urlaub an. Frei nach dem Motto es kann nur besser werden!

Der Weg von Kristiansand nach Valle im Setesdal verlief ausgesprochen unspektakulär-, man könnte sagen routiniert ab. Eine wirklich herauszustellende Unregelmäßigkeit war allerdings die warme, helle Sonne, die uns im Tal begrüßte. Wir fuhren im Sommer durch Norwegen und die Sonne schien. Leichte Irritationen waren die Folge. Sollte es dieses Jahr anders werden…? ABWARTEN! Das sehr leckere Hotdog in der Sonne von Evje – und das nach DER Seefahrt – rundete die Anreise ab.

Planungsgemäß wurde am Spätnachmittag die schwarze Hütte in Kallefoss bezogen und der sich bereits im Tal befindlichen Klettergemeinschaft die erfolgreiche Ankunft und den akuten Schlafmangel gemorst. Waren wir doch alles in allem etwa 15 Stunden seit 3 Uhr nachts unterwegs gewesen und hatten vorher kaum geschlafen. Alles weitere also morgen…. zZzzZZzzzz… rrr… rrr….klettern… rrr… rrr……

Anklettern

Am nächsten Morgen zeigte sich das Setesdal von seiner kletterfreundlichsten Seite. Leichte Bewölkung, Sonne, warm, aber nicht zu heiß. Pläne wurde gemacht. Och, etwas klettern gleich am ersten Tag. Ja, kann man doch machen. Zum wieder Eingewöhnen ein paar Längen von Kaa&Co am Kalvehei? Die wollten wie doch dieses Jahr eh machen… Gute Idee! Eben solange, bis wir keine Lust mehr haben. Ergebnis: Erst gegen 17:30 Uhr waren wir wieder unten. Alle 10 Seillängen mit kurzem Rückzug wegen Wasser in unserer Route, dann Querungsvarianten rein in „Smee“ und wieder raus in Kaa&Co, Gipfelpicknick und Abseilen. Für den ersten Tag ganz ordentlich. So kann es weitergehen. Abends gab’s brunnert’sche Nudeln mit großem Hallo und viel zu erzählen.

Blick aus Kaa&Co.

Das Wetter am nächsten Tag überzeugte uns, zwang uns förmlich, wieder klettern zu gehen. Der neue Sektor „Skole“ am Løefjell war das Ziel. Hier erwarteten uns 20 neue Routen zwischen 20 und 55 Meter Länge in überraschend gut strukturiertem Fels. Leider erwischte ich gleich als erstes, mangels der Fähigkeit lesen zu können (oder Augen im Kopf zu haben), eine steile 5+, E3 Platte anstatt der erwarteten 5-, E2, deren glatte Reibungsschlüsselstelle etwa 2 Meter über der letzten Sicherung zu klettern war. Also genau das, was man so morgens als erstes am Tag gerne macht. Ich war etwas „unglücklich“. Zum Glück waren die weiteren Routen dann freundlicher und so konnte die aufkommende Feindschaft zum Sektor „Skole“ noch rechtzeitig im Keim erstickt werden. Insgesamt ist dieser neue Sektor, gerade im rechten Teil eine echte Bereicherung für das Plaisir-Angebot am Løefjell.

Isa und Finn am Ausstieg von Kaa&Co.

Später traf man sich zu Kaffee und Waffel bei Hessel in Brokkestøylen. Dort gibt es jetzt neu echte „Setesdal-Suppe“, selbstgemachte Burger und gute Pommes. Uiuiui…sehr, sehr lecker, aber gefährlich! Abends war Geburtstagsfischgrillen angesagt und bei Bier, Essen und Wein wurden Pläne geschmiedet.

Seit meinem ersten Besuch im Setesdal war ein Traum von mir, einmal „East of Easy“ am Løefjell zusammen mit Hans zu klettern. Dieser Traum wurde zwischen Fisch und Bier soweit konkretsiert, als dass wir uns zum Dienstag, also „übermorgen“, zu diesem doch recht anspruchsvollen Unternehmen verabredeten. Dazu muß man wissen, dass diese Route Anfang der Achtziger von Hans clean erschlossen wurde, heute gebohrte Stände und ein paar sehr wenige Zwischenhaken aufweist und als DIE Route im Setesdal gilt. O-Ton Peter: „Geilste Route auf diesem Planeten überhaupt!“

Zehn Seillängen bis in den siebten Grad, sehr oft gar nicht sicherbar, erfordern einen moralisch reifen Vorsteiger, der die Linie genau kennt oder besser weit über den Dingen steht. Da aber Hans sich dem heißen Ende des Seils widmen würde, war ich glücklich wie ein kleines Kind vor Weihnachten, trotz des Wissens, dass in „East of Easy“ in der einen oder anderen Länge ein Nachstieg ein „Vorstieg im Nachstieg“ bedeutet.

Doch zunächst sollten diese schweren Gedanken auf die Nacht vor dem Dienstag geschoben werden und wir planten in weiser Voraussicht lieber für den Montag einen Ruhetag mit einer Wanderung im Fjell ein. Gesagt getan. Wir begegneten Schafen und Hamstern. Hamstern? Nein, es waren Lemminge, wie wir später erfuhren. Etwa alle 10 Jahre „leidet“ das Setesdal unter einer Lemmingplage, so wurde uns erzählt. Dieses Jahr war es wohl mal wieder soweit und so wuselten überall diese „possierlichen Tierchen“ in ihrem schicken rotbraun-schwarz gestreiften Fellkleid herum oder lagen als gewalzte Fellpfannkuchen auf den Straßen rum, stets bemüht ihrem Ruf gerecht zu werden. So versuchten sie beim Überqueren der Straße möglichst gleich alle vier Räder eines Autos mitzunehmen oder beim Wandern möglichst direkt unter einen Fuß oder eine Stockspitze zu laufen. Später sahen wir auch einige schwindelfreie Exemplare hoch oben in den Wänden. Tot und lebendig. Lemminge waren dieses Jahr auf jeden Fall überall im Setesdal!

Lemmingplage

Im Fjell erklommen wir zwei Gipfel und genossen Sonne und Aussicht bis zum Abend. Wir waren im Urlaub angekommen. Abends gab es dann bei Hessel in Brokkestøylen das montagliche „Klettercafé“ mit Grill, Bier, Historischem und Literatur. Nach dem zweiten Bier machte mich Peter mit gerunzelter Stirn auf die morgigen Pläne aufmerksam und den Umstand, dass ich besser „fit“ sein möge. Was meinte er nur?

East of Easy

Am nächsten Morgen gegen 10:30 Uhr standen Hans und ich am Einstieg zu „East of Easy“, um festzustellen, dass wir nicht nur einen Chalkbag vergessen hatten, sondern gleich noch den passenden Gurt dazu. Die „Logistik“ im Tal wurde alarmiert und Hans schaute sich den Zustieg nochmal genauer an. Ich wartete im Schatten und studierte die Linie in der Wand über mir. Mit einer Stunde Verspätung stiegen wir schließlich ein. Morgens war ich nuch kurz bei Peter gewesen, der mich mit den Worten verabschiedete: „Viel Spaß!! Das ist ein super Ding, aber sei schön konzentriert in der Querung in der 4ten Länge!“. Mit soetwas wie „… es erwartet Dich die beste Kletterei überhaupt…“ wäre mir mehr geholfen gewesen. Ich sorgte mich etwas, war aber auf jeden Fall konzentiert. Ziemlich genau 10 Seillängen hoch und wieder runter!

Die ersten beiden Längen liefen. Plattig, Reibung, einen „interessanten“ Keil auf 100 Meter, aber recht leicht. Von der dritten Länge, welche steilere Reibungspassagen präsentierte, sollte ich einen, wie ich finde, legendären Spruch von Hans für den Rest der Zeit in Norwegen im Ohr behalten. Fortan hörte ich jedes Mal, wenn ich im Vorstieg auf steiler Reibung stand und unsicher in meine Schuhsolen „horchte“ in meinem inneren Ohr:

„Los! Hinstellen, hält schon!!“

Hans sollte Recht behalten und nicht nur in der dritten Länge von „East of Easy“. Die vierte Länge präsentierte sich mit ihrer 30 Meter Querung und nur einem Bolt in der Mitte als moralische Herausforderung. Hans legte zwei Friends vor der Querung und nochmal zwei Keile danach. Es blieb in der Mitte der Haken als Fixpunkt für das Nachsteigerpendel Finn. Sorgsam verfolgte ich die feine Linie, die Hans durch die zu querende Wand kletterte. Gleich würde das Seil für den Nachsteiger nur noch die grobe Himmelsrichtung angeben. Im Nachstieg sorgte das Rausnehmen der zwei Friends bei mir dann schon für „Konzentration“, aber die anschließende Querung schräg links hoch im oberen sechsten Grad war wohl so ziemlich das geilste, was ich bisher überhaupt so geklettert bin. Ich würde am Stand zu Hans sagen: „Als ob jemand diesen Fels für uns Kletterer geformt hätte!!!“. Ich habe es nicht nur nach der vierten Länge gesagt.

Die siebte Länge erwartete uns mit einer Piazverscheidung mit einem 1-Fingergliedriss, ergänzt durch eine überhängende Verscheidung deren Ausstiegshenkel zwar sehr gut ist, aber auch erstmal erreicht werden will. Dazwischen eine Querung, deren Schlüsselstelle bei mir in der Pulsberuhigung nach der ersten Verschneidung lag. „Biathlon als Vorbereitung zum alpinen Klettern?“ schoss es mir durch den Kopf, als ich da nach der ersten Verscheidung stand, schnaufend wie eine Dampflok im Bahnhof .

Insgesamt ist diese Schlüssellänge im siebten UIAA Grad angesiedelt, aber als Nachsteiger, dank dem geraden Routenverlauf an den zwei schweren Stellen, weniger moralisch – dafür kräftig. Hans konnte fluchend, aber eindrucksvoll beweisen, dass sich die Länge auch ohne das „kleine Set“ Keile klettern lässt. War dieses doch das Dritte neben Chalkbag und Gurt, was wir vergessen hatten. Von Nachahmung wird dringend abgeraten…

Hans und Finn in East of Easy.

Von den oberen drei Längen habe ich nur noch wenig Erinnerung. Vermutlich hat das Adrenalin ganze Arbeit geleistet. Allerdings war „das Fenster“ in der neunten Länge eine weitere geniale Kletterstelle, die angereichert von Hans Geschichten um die Erstbegehung, mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Danke Hans – ach, ich wollt‘ es ja nicht mehr sagen!

Abends gab’s dann Essen am Biberfluß mit leckeren Dingen für den Grill und für den Kopf. Außerdem präsentierte Einar seinen norwegischen Survival-Militär-Schlaf-Zelt-Sack! Sehr praktisch und man kann zu vorgeschritterner Stunde viel Spaß damit haben.

Für den nächsten Tag war das Wetter unklar und so verabredeten wir uns mit Janis bei guten Wetter für etwas „moderne Schatzsuche“ mit GPS und Wandereinlagen und falls das Wetter schlecht sein sollte, so würde wir auch gehen -so  oder so ähnlich muß es gewesen sein. Auf jeden Fall konnten am folgenden Tag dann immerhin vier wertvolle Schätze gefunden werden. Der fünfte sollte uns auch mit 6 Augen verborgen bleiben.  Wir waren trotzdem mit diesem willkommenen Ruhetag und dessen Ausbeute sehr zufrieden, sodass wir entspannt den Abend ausklingen ließen, denn für den nächsten Morgen war ich mit Peter zum ersten Angriff in der „Monsterwand“ am Kalvehei verabredet.

Peters Plan war links der viele Platten von der existierenden, historischen Route „Breitmacher“ eine neue Linie durch den strukturierteren Teil der Wand zu eröffnen. Zwei Stellen waren dabei in der Wand(foto)studie besonders aufgefallen. Ein schlecht einzuschätzener Felsentrichter im unteren Teil zwischen zwei Wasserstreifen und schon recht weit oben einen plattigen Dachriegel, der eine Andeutung von Riss hatte. Ob dieser zum Überwinden wohl reichen würden…

Der Feind in der Monsterwand

Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr *gäääähhn* war Aufbruch. Vor Peters Hütte stand ein säuberlich gepackter Rucksack. Auf einem Haufen daneben lag ein Halbseil, ein paar Sandalen, eine Regenjacke, eine halbe Tafel Schokolade, eine Flasche Wasser und ein nicht ganz leichter Sack mit Standringen und ein weiterer mit Zwischenhaken, sowie fünf Akkus für unsere gute, grüne Hitachi . „Das mußt DU dann noch einstecken…“ war seine grinsende Ansage. Ich stopfe den Kram zu meinen eigenen Sachen in den Rucksack und band das Seil noch oben drauf. Der erste, kurze Gewichtstest bestätigte meine Vermutung. Deutlich an die 20kg. Das wird ja lustig.

Naja, das Seil würde ja wegfallen, das Wasser irgendwann weniger, die leeren Akkus leichter(!), alle 60m ein Standring weniger und mit „Glück“ würden wir ja an jedem Stand  ein paar Zwischenhaken zurücklassen, welche wir dann im Abstieg noch nachträglich setzen würden – so versuchte mich Peter zu beruhigen. „Mit Glück“ deswegen, da die Wege an der Monsterwand eher, sagen wir mal, „optimal“ einbebohrt sind. Also nur da ein Haken steckt, wo auch wirklich einer gebraucht wird. Der Breitmacher hat sogar auf über 700m nur einen einzigen Haken. Also sah ich unseren Rucksack – ab hier nur noch „DER FEIND“ genannt, nur sehr langsam leichter werden.

Um 9:15 Uhr standen wir drei fertig eingebunden am Einsteig. Das heißt Peter und ich standen. Der Feind lag wie ein Käfer auf dem Rücken am Boden, als wolle er sagen „Heb mich auf! Trag mich da hoch!“. Ich dachte kurz, er sieht aus wie ein riesige, pralle, knall-rote Made die gleich platzen würde. Sehr unsympathisch!

Peter war inzwischen am freien Seil die ersten 40 Meter geklettert und stand vor einem 3m Steilaufschwung. Man sah förmlich die Gedankenblase über seinem Kopf, wie Engelchen und Teufelchen einen kurzen „Hakenkrieg“ ausfochten. Das Engelchen gewann und Peter kletterte weiter ohne einen Haken zu setzen bis ich von unten vermeldete, dass er nun mangels übrigen Seil doch mal Stand machen sollte. Ein paar Minuten später wurde ich zum Nachkommen beordert. Ich zog die Schuhe an und wollte schon losklettern, da sah ich noch etwas Rotes im Augenwinkel. Ach scheii… „der Feind“ muss ja auch noch mit. Mit einem lässigen Schwung schulterte ich die Zuladung und kippte erstmal um haaresbreite von dem Felsplateau, auf wir den Start der Route vorgesehen hatten. Das wäre ein Bild gewesen. Wie ein Käfer auf dem Rücken die Platte ab in den Wald gerutscht… Ein paar Minuten später kam ich schnaufend am Stand bei Peter an. „Und? Geile erste Länge mit den Steilaufschwüngen was??!!“ Ich brachte erstmal kein Wort raus und deute nur keuchend auf „den Feind“. „Nimm mal ab! Bitte!“ Als nächstes war es dann an Peter fast um seine Standschlinge zu pendeln, als er mir versuchte „den Feind“ abzunehmen. „Der wird jetzt schon leichter! Was meinste, 3 Zwischenhaken auf der Länge?“. Ich war für 27 Stück und 6 Ringe am Stand.

Am Beginn der 4te Länge.

Wir arbeiteten uns weiter hoch. Am Ende der dritten Länge machten wir Stand direkt unter dem besagten „Felskessel“. Die Wand zwischen den Wasserstreifen war eine fast senkrechte, strukturlose Platte. Da geht’s nicht hoch. Das war schnell klar. Allerdings zog am rechten Ende des Kessels ein deutlicher Riss in eine kleine Verschneidung deren wulstigen Ausstieg eigentlich machbar aussah.

Peter setzte den „Nun-wird’s-das-erste-Mal-ernst-Blick“ auf und querte auf den flachen Platten Richtung Riss. „Sollte machbar sein!“ sein Kommentar unter der Verschneidung stehend. Einen Zwischenhaken und einmal gut Zupacken und „hochgemantelt“ später stand Peter über der Verschneidung. „Super Kletterstelle!“ wurde 30 Meter über mir reportet. Mein Blick fiel auf „den Feind“, wie er da hängend am Ring zerrte. Ja sicher – super Kletterstelle…

Es folgten noch drei weitere Längen bis uns der visuelle und gefühlte Wetterbericht überzeugt hatte. Der anhaltende Nieselregen und der feuchte Talblick ließ uns umkehren, aber nicht ohne einige, kritische und neugierige Blicke nach oben zu richten. Noch etwa eine Länge und wir wären unter dem Dachriegel, der aber auch nun vom siebten Stand aus nicht viel besser einzuschätzen war. Auf jeden Fall war die Wand direkt unter dem Dach fast senkrecht und nur der Riss würde uns in der Querung am Dach vorbei wirklich helfen. Aber ist der Riss auch offen?

Am übernächsten Tag rasten wir in Wechselführung die ersten sieben Längen hinauf und standen erneut an der gleichen Stelle. „Der Feind“ war auch wieder mit von der Partie, allerdings hatte er dank seiner sieben Seillängen Diät schon etwas abgenommen. Aus „echt sau schwer“ wurde etwa „sau schwer“.

Peter und Finn in der 9ten Länge – nur wo?!

Die achte Länge folgte einer leichten, blockigen Verschneidung und der nächste Stand eröffnete den vollen Blick auf die neunte Länge in den Dachriegel hinein. Die erste Hälfte der Querung war unter dem Dach zunächst in gut griffigem Gelände und dann auf einer komfortabel geneigten Platte, sodass diese kein Problem darstellte. Allerdings ging es dann um eine Ecke herum, die nicht einsehbar war, außer dass die Platte ab da steil nach unten wegkippte. „Ich schau mir das mal da!“ verkündete Peter entschlossen. Ein paar Minuten später stand er vor der Ecke. Der Riss auf Fußhöhe war deutlich geöffnet und präsentierte scharfe, aber astreine Untergriffe. Peter fuhr den Go-Go-Gadgeto-Hals aus und bog sich um die Ecke. Ein paar Sekunden später brüllte er jauchzend „DAS GEHT! DAS WIRD GEHEN!!!!“.

Was er hinter der Ecke sah, war eine steile, aber leicht strukturierte Platte vor der ein etwas flacheres Band war. Somit war die steile Stelle um die Ecke durch die Untergriffe im Riss möglich geworden und danach würde es über eine steile, aber kletterbare Wand in Richtung des linken oberen Ende des Dachriegels gehen können. Peter stieß einen Jodler Richtung Tal, so laut, dass die Lemminge (vermutlich) reihenweise die Wand herunterfielen.

Drei Zwischenhaken und einen Standring später lud ich mir „den Feind“ auf den Rücken und schleppte ihn zur Ecke und dem ersten Haken. Ich lugte vorsichtig um die Ecke und ein freudestrahlender Peter baumelte am Standhaken. „Das ist voll Klasse! Bestimmt eine der besten Längen im Tal!“. Mit meiner Zuladung hatte ich gerade andere Sorgen. Der nächste Haken war knapp 10 Meter links neben mir und wenn ich in der Stelle um die Ecke den Kampf mit „dem Feind“ und den Untergriffen verlieren würde, hatte ich eine Pendelflugeinlage mit Prädikat gebucht. „Jaja, da bohren wir gleich noch einen Haken direkt nach der Ecke, dann ist es für den Nachsteiger nicht so gefährlich!“. Und ich? Bin ich gerade kein Nachsteiger? Nein, ich war Nachsteiger mit extra Zuladung! Mit denen kann man es ja machen. Die sind hart im Nehmen. Ich kletterte probehalber etwas um die Ecke ohne den Haken davor auszuhängen. Gar nicht so einfach und „der Feind“ lehnte sich weit, sehr weit nach hinten raus und zerrte nachdrücklich am Gravitationsvektor. Schnell wieder zurück! Ein Königreich für einen Haulbag!

Der Blick zurück nach der Schlüsselstelle.

Ich verlängerte die Schlinge im Haken um gut einen Meter und damit auch meine Nachstiegsmoral ausreichend, kletterte dann um die Ecke und zog die Schlinge ab. Geht doch – puh! In der anschließenden steilen Reibung mit Seil von oben drückte „der Feind“ mit seinen Kilos meine Vibrams wohl derart fest in die plattigen Tritte, dass dies kein weiteres Problem darstellte. Am Stand wurde sich abgeklatscht – in dem Wissen, dass wir die Schlüsselstelle von „Fossegrimen“ hinter uns hatten. Wir kletterten noch eine weitere Seillänge, seilten dann im wieder beginnenden Regen ab und setzten alle fehlenden Zwischenhaken für die ersten zehn Längen. Die restlichen drei Längen würden wir zusammen mit unseren Liebsten dann in den nächsten Tagen einrichten und damit die Erstbegehung abschließen.

 

Fossegrimen & Huldra

Einen Ruhetag später stand der Abschluss in der Monsterwand an. Mit von der Partie Claudi und Jan, sodass wir drei unabhängige Seilschaften waren. Beata und Peter sausten vor. Isa und ich folgten, bemüht das Tempo zu halten und Claudi und Jan bildeten den drückenden Abschluß. Achja, „der Feind“ war wieder auferstanden, allerdings hatten wir ihn vorsorglich aufgeteilt. Isa erbte die Akkus und den Bohrer, Beata das Metallzeugs. Ich durfte also den Vorstieg ohne größere Handicap-Gewichte voll genießen.

Isa am Stand in „Fossegrimen“.

Jan und Claudi genießen sichtlich.

Auch die neunte Länge war diesmal ein Klettergenuss aller erster Güte, denn „den Feind“ konnte ich später am Stand nur als kleinen, roten Punkt bei Isa ausmachen. Als sie aber an der Ecke ankam begann „der Feind“ erneut sein bekanntes Spielchen – nur diesmal mit Isa. „Wenn Du da auf Reibung antritts, zieh ich Dich nach hinten weg… Äätsch!“ So ging es eine Weile hin und her. Rum um die Ecke. Zurück zum Haken. Fluchen! Rum um die Ecke, Haken noch drin. Wieder zurück. Geschätzte zehn Mal! Irgendwann packte Isa dann zunächst ganz, ganz tief in die tiroler Fluch- und Verwünschungstrickkiste („Der Feind“ war augenscheinlich beeindruckt!), danach tief in die Kiste mit dem vielen Mut, hängte den Haken vor der Ecke aus und griff danach nochmal tief in die Trickkiste mit ihrem großartigen, intuitiven Kletterkönnen. Wenige Minuten später war sie am Stand und sprudelte etwa zwei Drittel der angeblich 7000 Tageswörter einer Frau heraus, wenn auch mit einer gewissen Redundanz.  Ich erinnere, dass öfter die Wörter „Klettern“, „Scheisse“, „Rucksack“ und „Schwer“ in verscheidener Reihenfolge darin vorkam. Ich antworte nur männlich: „Kenn ich!“

Finn in der Schlüssellänge von „Fossegrimen“, Isa sichert.

Die restlichen Längen sind eine zauberhafte Reise über eine einzigartige Plattenwüste, die wundersame Granitformen und Einschlüsse bereithält, als wenn der Berg seine Kletterer nach den schweren Metern noch einmal mit 200 Metern Kunstwerken belohnen will. Wir haben den Lohn dankend und genießend angenommen und hoffen, dass auch noch ganz viele andere Kletterer mit „Fossegrimen“ viel Freunde haben werden.

Peter und Beata beim Abseilen auf den Ausstiegsplatten.

Aber da war ja noch was! Schon am ersten Tag in „Fossegrimen“ hatte Peter eine Variante im Dachriegel entdeckte, welche rechts der Schlüsselstelle von „Fossegrimen“ über eine super Platte quert und dann über einen steilen Absatz den Dachriegel überwindet. Eine weitere, leicht nach links ansteigende Seillänge verbindet diese Variante dann wieder mit „Fossegrimen“.  Diese Variante, „Huldra“ getauft, hat Peter beim Abseilen von oben eingebohrt und mußte somit noch „befreit“ werden.

Beim Abstieg am Stand vor der neunten Länge, welche ja nun zwei Varianten besitzt, trafen sich alle und die „Huldra“ wurde begutachtet. Ich war eigentlich gedanklich schon beim Bier, als mir Peter eröffnete, dass ich die „Huldra“ nun vorzusteigen hatte, um unser Tageswerk zu vollenden. Ich fühlte mich geehrt, wenn auch nach 13 Seillängen total kaputt. Naja, die Linie sah machbar aus und der steile Ausstieg wird bestimmt auch irgendwie gehen.

Finn am scharfen Ende der Huldra.

So zog ich los, von Peter gesichert. Die ersten Meter bis zur Querung kein Problem. Die Querung, besonders der Einstieg in die Platte, ist schon echt steil. Also holte ich meine Lupe hervor, suchte bedächtig nach Tritten und einer kletterbaren Linie auf der Platte und wurde fündig. Ein paar Minuten später klippte ich den Haken vor dem steilen Aufschwung. Hier stand ich nun ganz komfortabel und hatte Zeit genug mir das Problem mal näher anzuschauen.

Schlechter Griff für rechts. Links gar nix. Rechts hinten im Riss ein besserem Griff, nur viel zu weit weg um dann noch Druck auf die Füße zu bekommen. Vor, zurück. Fuss hoch, Fuss runter. Von unten kamen die typischen „Tipps“, die, besonders ungefragt, eigentlich zu unterdrücken sind, Herr Brunnert! „Da mußte nur rechts einmal gut festhalten, hochantreten und dann biste schon durch!“ tönte Peter. Er hat gut reden da unten mit seinen 3 Meter Schlappseil und in Sandalen. Irgendwann war dann in mir die Erkenntnis gereift, dass es nur eine Möglichkeit gibt. Wacklig mit links recht hoch angetreten, mit rechts den schlechten Griff gepackt und dann vooorsichtig auf den Fuss geschoben. Schnell mit rechts weiter in den Riss gepackt. Der gute Griff. Die Füße hinterher. Es ging!

Leider trat die erhoffte Entschärfung der Situation mangels weiterer Griff- und Triffmöglichkeiten nicht ein. Moralisch wurde das ganze durch den optischen Eindruck der Sicherungssituation „unterstützt“. Das Seil verschwand links unter mir ohne dass ich den letzten Haken sah. Das gibt Mut! Und da waren sie wieder. Die Worte von Hans: „Loooos! Hinstellen, hääält schon!“. Irgendwie hielt es tatsächlich auch die weiteren Meter und ich rettete mich in leichteres Gelände. Ich fand „Huldra“ schwer. Zumindest schwerer als die Schlüsselstelle von „Fossegrimen“.

Peter am Stand nicht. Zumindest einen Tag lang bis er „Huldra“ selbst geklettert ist und mir später ein Bier ausgab. Huldra ist nun glatt 6.

„Der Feind“ war besiegt! Die Monsterwand hatte nun ihren „Fossegrimen“ und ihre „Huldra“.


 

Fossegrimen***, 6-, E2, 60, S, 02.08.2010

Peter Brunnert, Beata Brunnert, Finn Klug, Isabella Holzmann

 

1.: 4+, 60, 5B; 2.: 4+, 60, 3B; 3.: 4; 60; 3B; 4.: 5, 60; 4B; 5.: 4-, 60, 4B; 6.: 5-, 60, 3B; 7.: 4+, 60, 4B; 8.: 4+, 55, 4B; 9.: 6-, 60, 6B; 10.: 5, 60, 5B; 11.: 2, 60, 2B; 12.: 4-, 60, 2B; 13.: 1 60; 1B.

Beim Abstieg  vom 10. Stand schräg nach rechts abseilen zum Stand der Huldra. Von dort gerade über die Steilstufe und dann schräg rechts zum 8. Stand.

 

Huldra***, 6, E2, 60, S, 02.08.2010

Peter Brunnert, 02.08.2010, 1. RP: Finn Klug

1.: 6, 60, 4B (+ 2B von „Fossegrimen“); 2.: 4, 60, 2 B (+ 1B von „Fossegrimen“).

In der 9. SL von Fossegrimen bis zum 2. B. Von dort schräg rechts ansteigend über phantastische Platte bis zur Kante und spannend links ansteigen zu Stand. Haken gut verlängern. Die 2. SL steigt schäg links an zum 10. Stand von Fossegrimen.

Topo im Sommerblog 2010 auf Klettern in Norwegen


Was für tolle drei Tage in der Wand. Danke nochmal an alle Teilnehmer und vorallem an Peter, der mir meine erste Erstbegehung geschenkt hat.

Abends gab’s dann beim Klettertreff‘ in Brokkestøylen Grillgut in rauen Mengen und es wurde das erlebte stattlich gefeiert und begossen. Peter las noch Geschichten und die Trolle tanzten mit den Lemmingen zum Takt des Feuers bis spät in die Nacht. Auf der Rückfahrt zur Hütte fuhr Isa auf der Straße einen astreinen Slalomkurs um die lebensmüden Lemminge herum, die versuchten hartnäckig ein Rad zu erwischen. Schließlich kamen wir in Kallefoss an ohne nennenswert zur Dezimierung der Lemmingplage im Setesdal beigetragen zu haben.

 

Gebügelt

Nach einem verdienten Ruhetag zug es uns am Mittwoch auf die Ostseite der Ottra. Dort waren wir noch nie geklettert und so machten wir uns auf in Richtung „Brummer“. In der Zustiegsbeschreibung stand etwas von „nach paar Minuten an alter Hütte vorbei“, meinte ich zu erinnern. Doch wo war die Hütte? Nachdem wir mehr als „ein paar Minuten“ dem zugewachsenen Fahrweg gefolgt waren, beschlossen wir, dass wir die Hütte wohl verpaßt haben müßten. Also wieder runter Richtung Auto. Kurz vor dem Auto fiel uns dann auf der rechten Seite ein Haufen Bretter auf, der sich bei näherem Hinsehen als „sehr alte Hütte“ entpuppte. Man könnte auch sagen, als „Haufen voller Hüttenbretter“. Nun waren wir richtig und 10 Minuten später standen wir am Einstieg zum Brummer.

Während wir uns fertig machten kamen auf einmal unsere zwei schwedische Hüttennachbarn aus dem Wald und hatten just heute beschlossen auch den Brummer zu klettern. Das nimmt ja schon alpenländische Formen an, dachte ich kurz – naja, nicht wirklich! Wir einigten uns schnell und Isa und ich wichen auf „das Bügeleisen“ aus, zumal der Brummer oben noch etwas nass aussah. Besonders bemerkenswert war die schwedische Kommunikation per Walkie-Talkie, welches wir etwas amüsiert zu Kenntniss nahmen, war das Gelände doch übersichtlich. Dies sollte uns später noch einmal einholen…

Isa bügelt sich das Eisen hoch. Unten der Walrücken.

 

Das Bügeleisen besteht aus sechs(?) Seillängen und etwa 95% meist etwas steiler Plattenkletterei. Ich würde sagen, abgesehen von dem imposanten „Walrücken“, auf dem die erste Seillänge entlang geht, eine rechte unspektakuläre Route. Zwei Stellen sind etwas hart bewertet, da könnte eine Aufwertung zu dem steilen Reibungsanspruch schon passen. Insgesamt aber trotzdem eine schöne Kletterei, die den Blick ins Setesdal mal von der anderen Uferseite der Ottra präsentiert.

Der Blick aus dem Bügeleisen. Im Hintergrund Monsterwand mit Neverland.

Die nächsten zwei Tage war das Wetter etwas durchwachsener angesagt und es regnete tatsächlich, sodass wir nichts großes unternahmen. Am Freitag fuhren die Mädels nach Evje, um etwas Zivilisation zu tanken (Ich hatte keinen Bedarf.) und ich war mit Peter unterwegs. Wir erkundeten ein noch unerschlossenes Bouldergebiet in Richtung Bykle, fuhren mit der Kamera etwas umher und machten tolle Fotos. Als am Nachmittag die Felsen am Løefjell schon recht trocken aussahen, liefen wir nochmal zum Sektor „Skole“, um den einen oder anderen Meter Fels zu klettern. Wirklich schöne Routen sind dort dieses Jahr entstanden, wenn auch an diesem Freitag doch noch einiges recht feucht war.

 

 

 

Geburtstagskaisern

Der Samstag sollte Isas Tag sein. Meine liebste Kaiserin hatte Geburtstag und dies wurde mit einer anständigen Krone(!), vielen Geschenken in Form von Edelsteinen, Juwelen und anderen Schätzen bei einem ausgiebigen Schlemmer-Überraschungsfrühstück in der brunnert’schen Hütte gefeiert. Später zog es uns nochmal ans Løefjell, wo ich mich vor drei Jahren in einer neuen Verlängerung einer Route einmal derart verstiegen hatte, dass ich umdrehen mußte. Allerdings hatte ich in Erinnerung, dass die Wand an der Stelle zwar senkrecht ist, aber mit tollen Strukturen versehen. Eine Kombination, die im Plaisir-Sektor am Løefjell eher selten ist. Diese sollte das Ziel sein.

Also stiegen die Geburtstagskaiserin (mit Krone am Helm!) und ihr Vorstiegsknecht zunächst in „Rockwaves“ ein, über der dann die zwei Seillängen der besagten Verlängerung „Step-by-Step“ in Angriff zu nehmen war. Meine Vortiegsmoral war zu Beginn des Samstags so im Keller (warum auch immer), dass ich mich auf der 5+ Platte von „Rockwaves“ derart fürchtete, dass sich ein Vorankommen echt schwer darstellte. Rechts probiert, zurück. Links probiert, zurück. Fluchen! Nochmal rechts, ein Stück weiter, den Haken schon deutlich unter mir. Fluchen! Das Abklettern scheiterte. Der Abflug – halb geflogen, halb gelaufen, halb gesprungen – folgte. Total toll! Nochmal links. Dort war’s besser, allerdings schon lang nicht mehr „Rockwaves“. Nach dem Motto: „Kein Bock auf Rockwaves, dich hab ich schon und brauch heut nur deinen Stand“ querte ich raus nach links und umging das steile Stück. Was ein Auftakt, wartet oben doch der alpine sechste Grad auf uns. Das kann ja heiter werden.

Die Krone am Stand in Step-by-Step.

Die Kaiserin hatte wie erwartet keine Probleme und kletterte mit ihrer in der Sonne funkelnden Helmkrone hinterher. Die zweite Länge, also die erste von „Step-by-Step“ lief besser. Zunächst über eine strukturierte Platte auf ein breites Band. Ab da steilt die Wand dann senkrecht auf und der bräunliche Granit lies mich meine Stirn zunächst in Falten legen. Ganz schön steil und ganz schön dreckig waren meine ersten zwei Gedanken. Bei näherem Hinsehen und Hingreifen entpuppte sich aber die bräunliche Färbung nicht als Dreck, sondern war hier die von der Natur wohl so vorgesehe Farbe. Der Fels war super griffig und ich stieg munter die letzten 20m bis zum Stand durch die Wand. Wieder an meine Erkenntnis aus „East of Easy“ denkend: „Manchmal scheint jemand Wände FÜR Kletterer geformt zu haben“.

Geburtstagsisa folgte und staunte nicht schlecht, als auf einmal nach 100m Platten eine senkrechte Wand auf sie wartete. Doch hier war die Entfernung eines von mir wohl etwas zu gut gelegten Keils noch das größte Hindernis für sie. Am Stand angekommen wurde die Krone gerade gerückt und sich bei ihrem Knappen über die geleistete Vorstiegsarbeit und die gewählte Route lobend geäußert. Es wartet noch eine Länge auf uns, welche wohl die schönste ist.

 

Die Geburtstagskaiserin in den letzten Metern von Step-by-Step.

Die dritte Länge querte zunächst leicht rechts weg zu einem steilen Aufschwung, an dem noch einmal richtig zugepackt werden wollte. Ein paar Meter später stand ich unter einen riesigen Schuppe an deren rechte Seite es nun weitergehen sollte. In herrlicher, wenn nicht ganz einfacher Piazkletterei ging es so noch weitere Meter nach oben. Am Stand angekommen, oben auf der Schuppe, mußte auch ich wieder zur Kenntnis nehmen, dass an dieser Stelle das Løefjell doch echt steil ist. Isa entdecke im Nachstieg sogar noch einen Lemming, der wohl in einer Solobegehung seiner Berufung gefolgt war und nun einen guten Griff mit seinem verrottenden Pelz ausgekleidet hatte. Ich hatte es noch für allgemeine Restfeuchtigkeit gehalten, Isa hat’s aber genauer untersucht. Sie hat den Griff dann ausgelassen…

Insgesamt ist „Step-By-Step“ eine wirklich tolle Verlängerung von „Rockwaves“ geworden. So ganz andere Kletterei. Eine echte Empfehlung!

Im wilden, norwegischen Gebirge westlich von Bykle.

Den nächsten Tag verbrachten wir halb ruhend, halb wandernd im Gebirge westlich von Bykle, welches auf einer nicht enden wollenden Schotterpiste zu erreichen ist. Von dieser wanderten wir dann, unsere eigenen Wege suchend, auf einen nahen Gipfel, sammelten Wundersteine, genossen die Aussicht und die Einsamkeit. Trotz der vielen Jahre in Norwegen bin ich immernoch und immerwieder beeindruckt über die Urtümlichkeit und die Wildheit des norwegischen Hochgebirges. Wir hatten einen, wie der Engländer sagen würden „stunning view“ an dem wir uns gar nicht sattsehen konnten.

 

 

 

Vom Breitmacher und dem lebenden Klemmkeil

Am folgenden Montag wollten wir noch einen anderen, langen Weg in der Monsterwand klettern. In die engere Wahl fielen der „Breitmacher“ und „Trolldanse“. Der „Breitmacher“ punktete mit dem Argument, der allererste Weg von Hans (1982) im Tal gewesen zu sein und glänzte mit der Nichtexistenz von Zwischenhaken. Um genau zu sein, mit einem auf 700 Metern. Trolldanse ist vom letzten Jahr, war eingebohrt und hat ein schickes Gipfelbuch. Eine ganz andere Art von Motivation. Noch auf dem Zustieg wurde aber der Breitmacher als Ziel fixiert, da „Plaisierings-Gerüchte“ die Runde machten. Wir jedoch wollten uns unsere Dosis „Breitmacher“ noch im fast Orginalzustand abholen.

So stiegen wir am späten Vormittag bei besten Wetter ein und schlichen uns über die cleanen Platten von Stand zu Stand. Wer 4er Platten 60 Meter frei ohne Sicherung nicht steigen möchte, dem empfehlen wir an dieser Stelle lieber z.B. „Fossegrimen“ zu klettern, denn die Geschlossenenheit der Setesdal-Platten machen oft nicht nur das Klettern selber etwas tricky, es bedeutet auch das Keile und Friends nur als nette Dekoration am Gurt baumeln dürfen, sodass in diesem Fall auch wieder der Kopf der wichtigste und verlässlichste Muskel sein sollte.

Dank der Erstbegehung ohne Bohrmaschine folgt der „Breitmacher“ ab dem mittleren Wandteil klassischen Strukturen, da diese naturgemäß den „cleanen“ Erstbegeher mehr angezogen haben. Die Schlüssellänge verläuft von einem kleinen Plateau weg zu einem etwa sieben Meter hohen senkrechten Wandteil. Vor dieser kleinen Wand steht ein etwa vier Meter hoher Block, der zwischen der Wand einen etwa 40 cm breiten Kamin bildet. Ziel der Aufgabe dieser Seillänge ist nun zunächst auf den Block zu klettern, in dem man den Kamin zu Hilfe nimmt. Auf dem Block galt es dann ganz nach links zu queren, um danach in einer erstaunlich glatten Verschneidung mit Hilfe eines ebenso erstaunlich harten Zuges den ganzen Absatz zu überwinden. Soweit die Theorie.

Als erstes Hindernis wurde uns etwas Wasser zwischen und vor die Blöcke gelegt, welches mit seiner bräunlichen Glitschbahn die Aufmerksamkeit zunächst besonders auf die Füße lenkte. Ziel sollte es ja sein, sich die Vibrams nicht so voll zu ölen, dass ein Antreten auf Reibung unmöglich wird. Als zweite Hürde war für unseren Geschmack der Kamin irgendwie etwas zu eng ausgelegt, welches ohne Rucksack aber gerade noch so gehen sollte. Ich steckte da sogar so bequem drin, dass ich eine kurze Fotosession übermich ergehen ließ. Als nächstes befand ich mich reitenderweise auf dem Block. Mit Rücksicht auf die nachsteigende Liebe und vor der kleinen Querung legte ich zunächst eine große Schlinge um die Blockecke und zwei Meter weiter noch einen soliden Keil. Am Ende des Blocks, genau am schweren Verschneidungsausstieg stecke der besagte, eine Haken. Diesen nahm ich dankend in meine Sicherungskette auf und mit deutlicher Anstrengung überwand ich den Ausstieg und nahm wohlwollend zu Kenntnis, dass die verbleibenden 20 Meter zum Stand durch einfacheres Gelände gingen. Ich kletterte weiter zum Stand und verschwand damit aus dem Blick meiner sichernden Partnerin.

 

Fotopause in der Schlüsselpassage des Breitmachers.

Als nächstes folgte Isa. Isa mit Rucksack. Was Isa in dieser Länge erleben sollte, müsste sie eigentlich selber aufschreiben, aber ich habe die Erlaubnis ihre Schilderung möglichst genau wiederzugeben. Eine Überprüfung der Tatsachentreue ist natürlich inklusive.

Zunächst kletterte sie also bis an und etwas hinter den Block zu dem Kamin. Artig zog ihr sorgender Freund das schlappe Seil ein. Blöd nur, dass das Seil nun von oben kommend vorn um den Block rum, durch Keil und Schlinge lief, Isa und Rucksack aber hinter dem Bock standen. Erste Versuche das Seil oben um den Block herum auf die Rückseite zu zerren blieben mangels Seil erfolglos.

Seiiiiiiiiiiiiill!!!!!!!

Man vermutet, dass die Bauern im Tal das erste Mal interessierte Blicke Richtung Wand geworfen haben mußten. Oben am Stand genoss ich den Blick ins Tal. Warum dauert das da wohl so lange? Der Wind pfiff um die Ohren und die Straße weit unten im Tal ergänzte die Akustik. Hat Isa was gesagt? Ich hörte nichts!

Unten war die Situation inzwischen etwas erschwert worden, da Isa bei den Versuchen das Seil um den Block zu bekommen mehrmals in die glitschige „Fußfallen“ getappt war und somit ihren guten „La Sportivas“ eine bräunlichen Schmierung verpasst hatte, was zu deutlichem Gripverlust führte. Mehrmals stemmte sie sich mit aller Kraft am Seil zerrend gegegen den Felsblock, um das benötigte Schlappseil zu bekommen. Immer als sie gerade etwas loses Seil zur Verfügung hatte, wurde oben pflichtbewußt das selbige gleich wieder eingeholt. Isa kam sich wie die Hauptfigur in einem Zeichentrickfilm vor. Ziehen! Schlappseil! Zack, war’s wieder weg. Ziehen. Juhu, Seil! Weg war’s wieder! Nach endlos vielen Versuchen gelang es dann aber doch irgendwann mit viel, viel kräftigem Gezerre und nochmehr Fluchen, den losen Seilgewinn nicht aus den Händen gebend, das Seil auf die Rückseite des Blocks zu bewegen, sodass der Kamin in Angriff genommen werden konnte.

Doch mit Rucksack war dieser nun wirklich etwas sehr eng geraten, so dass Isa eigentlich mehr in dem Kamin steckte, als das sie dort richtig klettern konnte. Es gibt also nicht nur lebende Knotenschlingen, wie wir gelernt haben, sondern auch lebende Klemmkeile! Trotzdem schob sie sich irgendwie langsam höher, mit den glitschigen Füßen nach Halt suchend, begleitet von lauten Tönen, Flüchen und Verwünschungen, sodass die Bauern wohl ein zweites Mal besorgt ihren Blick Richtung Wand wendeten.

Ich stand derweil gelangweilt immernoch 30m Meter höher, akustisch gut abgeschirmt durch den leicht überhängenden Wandteil. Während ich gerade überlegte, wie ich wohl hier meinen Stand 20m nach unten verlängern könnte, um mal einen Blick um die Kante herum zu meinem Schatz zu erhaschen, hörte ich Geräusche! Ich hielt es zunächst für spielende Kinder im Tal, was aber angesichts der Höhe schnell wieder verworfen wurde. Achja, klar! Es waren die quiekenden Lemminge, die uns hier schon so oft begegnet waren. Aber Moment mal… Lemminge? Das ist Isa!!! Konzentiert stellte ich meine Lauscher auf die Quiek-Frequenz ein und horchte. Ich konnte ein schwaches „….Seil!!!…“ vernehmen. Ahh, sie braucht wohl etwas Seil, meinte ich zu verstehen. Da das Seil nicht belastet war, öffnete ich vorsichtig die Bremse und das Seil rutschte langsam etwa 2 Meter durch.

Unten sah die Welt in diesem Moment etwas anders aus. Wollte Isa eben noch Seil, um selbiges um den Block zu bekommen, war nun eher das panische Kommando „Seil ein!!!!“, denn der Isa-Klemmkeil steckte mit ihren geölten Kletterschlappen im Kamin fest, ihre Füße wie im Comic wild strampelnd nach Halt suchend dadrunter. Halb hing sie im Seil, halb steckte sie im Kamin. In dieser Situation hatte ihr akustisch minderbemittelte Vorsteiger nach windiger Interpretation das Kommando „Seil!“ verstanden und folgte fatalerweise brav. Das Ergebnis war das Absenken das Isa-Keils im Kamin in eine noch stabilere Klemmposition, was mit noch größerem Fluchen, Kreischen, ja heulen verbunden war! War doch gerade ihr Vertrauen in das sicherheitbedeutende Seil massiv enttäuscht worden.

Wir sind uns sicher, dass der Bauer unten im Tal schon längst die beige Häkeldecke von seinem großen, schwarzen Telefon genommen hatte und mit dem Finger nervös in der Wählscheibe tippend darüber nachdachte, welche Nummer er nun wählen sollte, vor dem sich in der Wand abspielenden Drama.

Nachdem sich das Seil irgendwann wieder spannte, mobilisierte Isa noch einmal letzte Kräfte und strampelte die Vibrams auf Betriebstemperatur, wie ein Formel1-Fahrer seine Reifen in der Startaufstellung und schob sich ein zweites Mal langsam den Kamin hoch, der sie dann letztlich am Ausstieg, wie eine versehentlich gefangene Fliege, auf den Block ausspuckte! Gerettet!

30 Meter weiter oben wurde erfreut zur Kenntnis genommen, dass es soeben ein paar Meter weitergegangen war. Ich kombinierte scharfsinnig, aber total falsch, dass sich meine wertvolle Nachsteigerin nun vor dem letzten steilen Aufschwung befinden müsste. So zog ich das Seil besonders fest ein, mit gutem Wunsch sie kräftig an dieser Stelle zu unterstützen, da es ja anscheinend vorher etwas schwerer gefallen war.

Leider befand sich meine Liebe aber noch vor der Querung, sitzend auf dem Block und wurde nun Meter für Meter langsam quer über den Block gezerrt, was wiederum für äußerst wenig Begeisterung sorgte. Man könnte auch sagen, in diesem Moment wurde vermutlich gerade überlegt, auf welche Art und Weise sie mich töten und den Lemmingen verfüttern würde, wenn sie es heil bis zum Stand schaffen würde.

Der letzte steile Aufschwung war dann für Isa, dank der gut geölten Vibrams und des doch etwas angegriffenen Kräftehaushalts, praktisch unmöglich. Wie gut, dass da der Haken war. Dieser wurde in dieser Situation ein besserer Freund, als ihr verwirrter Vorsteiger am Stand. So zog sie sich mit aller letzter Kraft A0 über die Stelle hinweg und ich konnte vom Stand eine sichtlich fertige und völlig aufgelöste Isa am Ausstieg der Verschneidung erkennen.

„ICH DACHTE ICH KREPIER DA IN DEM SCHEISS KAMIN!!! WAS WAR LOS???“

Mein Gesicht muß einem Fragezeichen geglichen haben. Aber ich hab doch nur… nix gehört… scheiss Straße… und die Lemminge… Was ist denn passiert???

Eine Viertelstunde später war Situation erklärt, analysiert und die Nerven wieder beruhigt. Es muß ein verdammt scheiß Gefühl sein, wenn man Seil ausgegeben bekommt, wenn man gerade genau das Gegenteil fordert und man währenddessen wie ein Klemmkeil in einem engen Kamin feststeckt. Es tut mir so leid! Hätten wir doch tolle, schwedische Walkie-Talkies gehabt…

In den oberen Längen vom Breitmacher.

Die restlichen Längen des Aufstiegs sind schnell erzählt. Tolle Längen an klassischen Strukturen. Hin und wieder muß gut hingeschaut werden, um den nächsten Stand zu finden, aber im allgemeinen sind wir die restlichen der insgesamt 15 Seillängen problemlos geklettert. Es konnte ja wohl kaum schlimmer kommen. Schlimmer nicht, aber deutlich feuchter. Als wir im Abstieg gerade unsere zweite Abseile angingen öffnete der Himmel seine Schleusen. Binnen Minuten schoss das Wasser in vielen kleinen und auch mal größeren Wasserfällen die Wand runter. Dies bremste unsere Abseilgeschwindigkeit doch stark ein, da sich alles in eine Rutschpartie verwandelte. Mehrmals duschten wir komplett in Wasserfällen, welche genau durch „Fossegrimen“ niedergingen, über die wir abseilten. Hätten wir es nicht etwas eilig gehabt, ein großer Spaß, zumal sich das Wasser über die warmen Platten erwärmte, je weiter wir nach unten kamen. Was steht noch auf den mahnenden Schildern auf der B4 von der Autobahn auf den Ith? „Eile tötet!“

An einem Absatz rutsche mir der Fuß weg und ich knallte mit voller Wucht mit den Schienbein an eine Kante. Als der erste, stechende Schmerz vorbei war taste ich vorsichtig, im Prusik hängend, mein Bein ab. Blut ja, Knochen durch nein! So zumindest meine Eigendiagnose. Mit also noch weiter verminderter Geschwindigkeit seilten wir langsam Richtung Erdboden und zu unseren Sachen am Einstieg. Diese hatten wir intelligenterweise genau dahin gelegt, wo sich jetzt nun der Ausfluß eines größeren Wasserfalls befand. Zum Glück waren aber Rucksack und die Schuhe noch da, wenn auch selbige randvoll mit Wasser.

Naja, war eh alles Naß, sodass wir dieses nur noch mit Humor quittierten konnten. Waren wir doch wieder sicher am Boden – dem Kamin und dem Monsun entkommen. Wir fühlten uns, wie nach unserem ganz persönlichem, ganz großen, bestandenen Abenteuer!

Alles nass!

Das wir, bzw. Isa, nach der Chaoslänge in der Mitte der Route das Ding noch ganz bis nach oben geklettert ist, war für mich sowieso das Größte, was zählt da schon ein bisschen Wasser von oben oder ein dickes „Horn“ auf dem Schienbein! Danke mein Schatz (noch nochmal „Sorry!“)!

 

Ende gut, alles Gut!

Unsere restlichen Urlaubstage verbrachten wir kletterfrei. Wir entdeckten Hängematten, planten eine Boulderwand in einer Scheune für 2011 (Geheimprojekt!), erforschten einen Stausee, fanden Treibholz in Formen, wie sie nur die Natur hervorbringen kann und freuten uns der Dinge. Und ja, selbst die Rückreise mit dem Schiff, welches keines ist, war ruhig und friedlich.

Treibholzwunder

Was für tolle drei Wochen in Norwegen.

Soviel Sonne! Soviele tolle Freunde! So viele tolle Klettereien! Kaa&Co, East of Easy, die neuen Touren im Sektor Soccer am Løefjell, die Erstbegehung von Fossegrimen und Huldra, das Bügeleisen, Step-by-Step und natürlich der Breitmacher. Was sind wir nicht alles gelettert. Übern Daumen fast 5000 Klettermeter! Wir können uns nicht beklagen!

Nun ist der Blick schon auf 2011 gerichtet: Wie wird wohl das Wetter werden, geht die Verschneidung im Dach über der „Errorplatte“ und kommen wir den Goldgräber hoch?

Wir freuen uns! Ende gut, alles gut!

Seil au… SEIIIIIIL!!!

Seil aus! 🙂

3 Gedanken zu „Sommermärchen auf Norwegisch&8220;

  1. Ja, ja, der gute alte Breitmacher. Er macht seinem Namen immer noch alle Ehre. Danke für euren schönen Bericht.

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