Produkttest: Gripmaster Fingertrainer

Winterzeit ist Trainingszeit. Zumindest hier im Norden. Klar warten noch einige technische Winterbegehungen im nördlichen Kalk, aber dazu muß es erstmal Winter werden. Dazwischen liegt der Regen und das Hallenplastik und der Gripmaster Fingertrainer.

Eigentlich bin ich ja eher trainigsfaul, aber mit ein paar Tricks kann ich mich, zumindest indirekt, auch zu stupiden Übungen hinreißen lassen. Ein guter Trick ist zum Beispiel Langeweile auszunutzen.

In meinem Fall hab‘ ich vor ein paar Jahren im Auto begonnen einen Gummiring zu kneten und zu drücken. Natürlich nur im Stau oder an der Ampel! Denn wenn man telefoniert, Kaffee trinkt, eine CD einlegt und den Ring knetet wird’s dann während der Fahrt schnell zu viel. Also Obacht mit meinen Tipps! 🙂 Leider ist der Ring irgendwann einfach mal durchgebrochen. Soweit man bei Gummi von Brechen sprechen kann. Ob das meiner schieren Kraft oder dem mangelnden Material zu verdanken war, ist nicht überliefert.

So war ich auf der Suche nach einem neuen Klettertrainigs-Gerät. Irgendwie fand ich so einen blauen Beißring ja kultiger, aber man muss mit Zeit und Technik gehen, wenn man schon kein Talent hat…

Den Gripmaster gibt es aktuell in zwei Varianten, die sich im Härtegrad unterscheiden. Da mir mein Ring eher immer etwas zu weich vorkam und ich eine recht hohe Fingerkraft habe, entschied ich mich für den Test für die „heavy“ Variante in Männerschwarz. Das stellte sich als eine gute Entscheidung heraus, denn, zumindest mit Rechts, kann ich praktisch endlos viele Wiederholungen mit dem Fingertrainer durchführen.

Der eindeutige Vorteil zu dem Ring ist, dass der Fingertrainer je eine Feder pro Finger hat und nicht immer so „wegflutscht“ und „wabbelt“, wie der Ring. Damit kann man nicht nur jeden Finger einzeln trainieren, sondern man spührt auch total super, welche Finger schwächer sind und kann diese dann gezielt quälen.

Der Gripmaster ist solide gebaut, die Verarbeitungsqualität ist vorbildlich und die Federn haben sich in den zwei Monaten Test bisher noch nicht verändert. Was sich aber verändert hat, ist die Fingerkraft meiner linken Hand. Der linken Hand war es am Anfang fast nicht möglich mit den Fingerspitzen das Gerät „locker“ mehrmals zusammenzudrücken. Einzelne Finger gingen schon und weiter in die Fingerbeugen geschoben auch, aber nur mit den Fingerspitzen eben nicht. Das geht nun nach zwei Monaten schon recht einfach. Ob mir das nun auch beim Klettern etwas bringt? Bestimmt! Ich glaube fest dran. 🙂

Ein andere Anwendungsmöglichkeit neben dem Training ist das Aufwärmen vor dem Klettern der Fingergelenke und Unterarmmuskeln mit dem Gripmaster Fingertrainer. Man kann das Gerät gut „kneten“ und die Finger auf den einzelnen Federn „spielen“ lassen, sodass man sich locker erwärmt ohne zu überlasten.

Mein persönliches Fazit ist, dass der Gripmaster doch meinem guten, alten Gummiring deutlich den Rang abgelaufen hat. Die Qualität und Verarbeitung sind top und rechtfertigen den verhätnismäßig hohen Preis. Das Konzept mit den einzelnen Federn ist super und der Trainingserfolg hat sich bei mir tatsächlich eingestellt.

Weiterführende Infos:

2 Gedanken zu „Produkttest: Gripmaster Fingertrainer&8220;

  1. Ein phantastisches Produkt, auch um eventuelle Schwächen beim Quake-Live oder Tekken 6 auszugleichen. Ein übliches Playstation-Pad erlangt bei einer ausreichend verkrampften Haltung übrigens den gleichen Effekt.

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  2. Hehe!! Auf der Packung ist auch eine Hand mit Pistole abgebildet und man verspricht das Trainieren des "Trigger-Pinch"! Uhmja… 😉

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