Aus aktuellen Anlass:

(Quelle: )

http://vimeo.com/4138205

 

Passt auch Euch auf!

 

Ich habe noch etwas ausgegraben, was sehenswert ist und zumindest ich nicht kannte. Und dann noch in der Kombination “Segeln, Klettern und Hoher Norden”.
Ganz meins! Enjoy!

Seil aus!

Ein neuer Betrag auf Klettern 2.0?

Was ist denn hier los?

Dornröschen erwacht?

Gibt einige Gründe.

Der Wichtigste: Ich habe Lust und Zeit etwas aufzuschreiben, bzw. zu teilen!

Da dieser Blog, wie im Titel zu lesen ist, auch mir als ganz egoistisches Tagebuch dient, sei hier nur ganz kurz, kompakt das vergangene Jahr zusammengefasst.

Frühjahr. Faul. Plastik. Faul. Arbeit. Plastik. Viel Arbeit. Juni. Fels. Norwegen. Großer Fels. Große Pläne. Kränkeln. Hose voll. Rückzug. Nix gebacken. Kleinste Brötchen. Frust. Mehr Arbeit. Widerliches Plastik. Viel viel Arbeit. Auch ok. Schwupps Weihnachten. Neues Jahr. Neues Glück. Neu. Viel Laufen. Arbeit. Noch mehr Laufen. Ostern. Es muss anders werden. Mai. Es ist anders. Back in Business! Juchee!

Riesendank an Isa ohne die ich wohl inzwischen näher an einem erfolgreichen Marathon wäre, als am Durchstieg von einem 9er!

Soweit für das Protokoll. Verwunderlich wie schnell ich nach gut 10 Monaten fast vollständiger Kletterabstinenz wieder nach wenigen Wochen auf Flughöhe gekommen bin und schon fast an alte Leistungstiefen anknüpfen kann. Macht Spass! Sommer kommt. Genügend lange Regenerationsphasen sind eben wichtig! ;-)

Nun zum eigentlichen Speck des heutigen Postings.

 

Erstens: Udo

Anknüpfend an den vorangegangenen Beitrag zum Video vom Udini-Udo hier sein aktueller Clip vom Boulder-WorldCup in Innsbruck. Inhaltlich natürlich ein dankbarer Stoff für eine tolle Geschichte, aber vor allem technisch, filmisch irgendwie super gelungen und so sympatisch transportiert. Finde ich. Mehr davon!

 Quelle: udini.com

 

Zweitens: Oli

Irgendwann ist mir in den letzten Wochen mal folgendes Video zwischen die Augen gefallen. Ohne jeden Bezug zu den Darstellern fand ich den authentischen Bericht von einem Klettertrip ins Yosemite Valley toll erzählt. Und man sieht auch so schön, dass Klettern auch unterhalb von 9b+ anstrengend ist und auch so aussehen darf!

Vielleicht kennt das Video der eine oder andere noch nicht. Ich finde: Ein Hinkucker!

 Quelle: Youtube

 

Drittens: Dave

Der neue Film vom Dave. Dem Graham. In letzter Zeit doch zwar mit durchaus respektablem Hüpf-Hook-Patsch-Bouldern filmerisch auffällig geworden, nicht so mein Fall, segelte mir gegen den Obolus von 15 USD neulich Daves eigener, seilkletterlastiger Streifen “Island” auf die heimische Festplatte.

Zunächst etwas skeptisch, aber gespannt, habe ich mich dann doch 65 Minuten lang echt gut unterhalten gefühlt. Dave hat eine schöne Balance zwischen Story, Umgebung, Life und Kletterszenen gefunden und – und das ist der eigentliche Knüller, ein Ende hinbekommen, das sich sehen lassen kann. Ohne zuviel verraten zu wollen, so zeigt dieser Film, neben vielen anderen Aspekten, endlich auch mal wieviel (scheiss) Arbeit es ist im Highend-Bereich zu klettern und auch mit Niederlagen umgehen zu müssen.

Die Musik ist nicht so ganz meins. Zwar nicht übermäßig “Unz-unz-unz”, aber schon echt massiv “elektisch”.

Ich habe die 15$ überhaupt nicht bereut! Thx Dave.

Hier der Trailer zum Film, der nicht so hektisch geschnitten ist, wie diese Vorschau:

Ach… hier kann man den Film erwerben.

Quelle: island.io

 

Zugabe

Ohne Kommentar aber mit viel Grinsen im Gesicht!

Quelle: Youtube

 

So, genug! Nun ist wieder Ruhe für ein Jahr! Naja, mal sehen.

Seil aus!

Anbei ein Video – nein, was sag’ ich: DAS VIDEO vom Finale der Hard Moves 2012 in Wuppertal. Udo Neumann hat uns allen 21 Minuten Video geschnitten und in die lechzende Menge geworfen, welches Stimmung und Emotionen des Events superklasse rüberbringt.

Respekt und einen großen Dank an Udo für die tollen Bilder und den liebevollen Schnitt!!!

Seil aus!

Quelle: youtube.com / udini.com

UPDATE: Offizielle Ergebnisse ergänzt.

Nachdem die offiziellen Ergebnisse der Norddeutschen Meisterschaften – Lead 2012 noch auf sich warten lassen, sind inzwischen ein paar Videos von den Finals aufgetaucht, welche ich hier mal zusammenführe (s.u.). Schon komisch, dass die Ergebnisse von der zeitgleich stattgefundenen “Bayerischen Landesmeisterschaft Bouldern 2012″ schon online auf digitalrock.de verfügbar sind, vorher schon auf alpenverein.de im Wettkampfkalender geführt wurde und von den NDM 2012 jede Spur fehlt. Da sind wir im Norden noch ausbaufähig.

Trotzdem war der Samstag auf jeden Fall meiner Ansicht nach eine klasse Sache. Super Stimmung, tollen Athleten, schöne Routen, gute Organisation und ein Zeitplan, der selbst bei zwei Super-Finals nicht ins Schleudern kam. Das Routenschrauber-Team um Ralf Kowalski hat da, wie ich finde, einen astreinen Job gemacht. Ich persönlich mag Super-Finals! Die sind wie nach einer guter Show die Zugabe.

Achja, Gewinner gab’s auch:

Damen
:
1 – Lena Herrmann
2 – Lara Hojer
3 – Jördis Schröder

Herren:
1 – David Firnenburg
2 – Felix Leuoth
3 – Philip Ratajczak

Jugend (w):
1 – Lena Hoffmann
2 – Malena Schulz
3 – Laura Polomsky

Jugend (m):
1 – Ruben Firnenburg
2 – Felix Flick
3 – Lennart Scholz

Quelle + vollständige Ergebnisse auf climbercontest.de.

Und hier die versprochen Videos. Dank an Volker für den fast zitterfreien iPhone Einsatz!

Seil aus!

NDM 2012UPDATE: Video + Ergebnisse gib’s hier.

Am kommenden Samstag, den 25. Februar, finden mal wieder die Norddeutschen Meisterschafen im Lead-Klettern statt. Austragungsort ist die DAV Kletteranlage im Hamburg Lokstedt.

Mit der Ende letzen Jahres neu gebauten Halle besitzt der DAV in Hamburg jetzt einen wirklich beeindruckenden Wettkampfbereich, sodass sich das Schrauberteam um Ralf Kowalski so richtig austoben kann. Ich bin mir sicher, dass für Athleten und Zuschauer super Kletterei geboten wird. Netter Nebeneffekt: Ab Anfang März gibt es dann wieder jede Menge neue Routen in der neuen Halle!

Der Zeitplan für Samstag sieht wie folgt aus:

9:00 – 9:45 Uhr Registration
10:00 – 14:00 Uhr Quali&kation
15:00 – 16:30 Uhr Finale Jugend (w/m)
17:00 – 18:30 Uhr Finale (w/m)

Die komplette Ausschreibung findet ihr hier:

http://www.climbercontest.de/ndm2012/

Also kommt alle zum Mitklettern, Mitfiebern und Mitanfeuern! :-)

Black DiamondAls ich vor etwa zwei Jahren in einem Hause eines großen Outdoor-Ausstatters im Hängestand baumelnd Klettergurte probierte, war ich mir nach diversem Probieren und knappen zwei Stunden hängen in zig verschiedenen Gurten sicher, dass ich den für mich ultimativ bequemen Gurt gefunden habe.

Die Wahl fiel seiner Zeit auf einen MammutTogir Light. Er hat auf vielen, auch langen Touren gute Dienste geleistet, aber beim Schrauben neuer Routen in unserer DAV Kletterhalle, nach viele Stunden und Tage in diesem Gurt ließ er dann doch den oben zitierten ultimativen Komfort vermissen. Nagut, er ist eben “light” und das bezahlt man mit entsprechender, sparsamen Polsterung.

Als ich nun die Gelegenheit bekam den Black Diamond “Momentum SA zu testen, war das erste  “Hängen” ein echtes Aha-Erlebnis. Ich war fast erschrocken! Den Unterschied kann man am besten damit vergleichen, als wenn man auf einem Hocker sitzt oder in einem Ohrensessel. Auf einmal hatte ich das Gefühl einer “Rückenlehne” an meinem Klettergurt. Ich war baff – und das bei dem geringen Mehrgewicht von ca. 50 Gramm (Mammut 350g / Black Diamond 400g).

Soviel zur blumigen Einleitung, dass der “Momentum” echt bequem ist.  Mir ist bisher noch nie so ein großer Komfortunterschied aufgefallen, wie mit diesem Gurt und ich habe schon so einige Gurte tragen dürfen.

Black Diamond Momentum SA

Ansonsten ist der “Momentum” ein recht normaler, solider Gurt. Die verstellbaren Beinschlaufen kann man brauchen oder mögen – man kann es auch lassen. Am Hüftgurt gib es nur eine Schnalle, was zwar bei vielen Gurten inzwischen Standard ist, aber auch leicht mal zum schiefen Sitzen führen kann.  Alle Schnallen sind sogenannte “Speed Adjust” Schnallen, was auch das SA im Namen erklärt und bedeutet in der Praxis, dass man die Schnallen nicht klassisch “zurückschlaufen” muss.

An den Seiten hat Black Diamond dem Gurt je zwei steife Materialschlaufen spendiert, von denen die hinteren eher seitlich, als hinten sind, was für mich anfangs eine kleine Umstellung war. Ich mag eigentlich auch gerne etwas “nach hinten” hängen können. Hinten in der Mitte gibt’s dafür eine mit max. 15kN belastbare “Nachziehschlaufe“. Endlich kann man den Chalkbag mal so richtig vollmachen oder alternativ einen Kleinwagen oder Haulbag hinter sich herziehen – oder einfach ein zweites Seil. :)

Black Diamond Momentum SA

Auf weitere, besondere “Features” verzichtet Black Diamond bei diesem Gurt. Lediglich die besondere Form des Hüftgurtes sei erwähnt. Der Hersteller nennt das “Bullhorn-Form” und sorgt zusammen mit der guten Polsterung für den angenehmen Sitz. Rund um die Einbindeschlaufe finden sich keine Innovationen, wie bei anderen Herstellern. So gibt es z.B. weder einen besonderen Abriebschutz für die untere Verbindung zwischen Beinschlaufen und Einbindeschlaufe, noch besitzt der Kern der Einbindeschlaufe eine Signalfarbe, um gefährlichen Verschleiß anzuzeigen, mit denen andere Hersteller zum Kauf locken. Naja, aber vermissen tuen wir diese Dinge ja nun auch nicht wirklich, oder?

Hauptsache der Gurt hält und ist bequem. Das sind zumindest meine Hauptkriterien und diese erfüllt er beide mit Bravur! Dazu kommt, dass er im Vergleich zu Gurten von anderen Markenherstellern doch recht günstig zu haben ist. Insgesamt ein wirklich prima Gurt, der besonders durch seinen Tragekomfort sich von anderen Produkten abhebt. Auch wenn ich gern an die Geschichten zurückdenke, die ich in den letzten Jahren  mit meinem blauen Mammut Gurt erleben durfte, so hat er seit kurzem den Platz des “Gästegurtes” einnehmen müssen. Der Gurt hält und ist bequem. Das sind zumindest meine Hauptkriterien und diese erfüllt er beide mit Bravur! Dazu kommt, dass er im Vergleich zu Gurten von anderen Markenherstellern doch recht günstig zu haben ist.

In diesem Sinne:  Gurt zu und Seil aus!

Ach, einen hab’ ich noch :-) :

3.12.2011

Liebes Tagebuch…

UPDATE 15/12/2011:

Seit dem 4.11. etwa 15 Klettertage mit ca. 40 Versuchen in der Route. Durchstieg endlich am 15.12. und gleich nochmal am 16.12. :)

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Hallenklettern ist ja schon im Kern der Sache irgendwie nicht so “meins”, aber darüber hab ich an dieser Stelle schon genug gelästert. Gegipfelt ist meine Liebe zu vollen, engen , stinkenden und plastikgeschmückten Hallen im Winter 2010/11.

Ergebnis war, dass Anfang des Jahres meine Motivation mich in unserer permanent überfüllten DAV Kletterhalle zu bespaßen, auf den ewigen Nullpunkt gesunken war. Das führte dann im Endergebnis zu insgesamt fast 6 Monaten doch sehr, sehr “sporadischem” Kletterns. Vermutlich war der tägliche Sprint ins 5ten Stockwerk bei uns zu Hause die größte, regelmäßige, sportliche Betätigung. Im letzten Sommer haben wir kleinere Brötchen backen müssen und uns an diesen dick und rund gefuttert. Irgendwie lecker, aber kletterkulinarisch ähnlich befriedigend, wie überfüllte Hallen.

Zum Glück hat unsere DAV Sektion schon länger das Problem der menschenrechtsverletzenden Haltung und Züchtung von Kletterern in unserer Halle erkannt und ist diesem mit dem Bau einer weiteren Halle begegnet. Inzwischen haben wir seit Oktober eine wirklich tolle, große, noch höhere Halle und die Masse an Kletterjüngern verteilt sich artig. Meistens zumindest…

Das hat die persönliche und erfreuliche Folge, dass meine Motivation mich auf ein Hallenwintertraining einzulassen, stark gestiegen ist. Unterstützt durch Mathias “Der Schleifer” W., der mich hartnäckig antreibend, nicht lockerlassend immer wieder in viel zu schwere und – noch schlimmer – in viel zu steile und anstrengende Routen peitscht. Ich erwähnte mehr als ein Mal, dass mir zunehmend waagerechte Kletterei nicht so ganz entgegen kommt. Doch der strenge “Trainer” mahnt an den Schwächen zu arbeiten… Jaja, ich weiß. Aua!

Der aktuelle Zwischenstand, dessen Inhalt es hier zu dokumentieren gilt, ist eigentlich ganz befriedigend:

Der 8. Grad reicht mir zunehmend wieder die Hand, lediglich die Ausdauer scheint irgendwo zwischen Nordkapp und Hamburg auf der Strecke geblieben zu sein, aber ich arbeite dran.

Zur Beweisführung der Lage, anbei ein Versuch in meinem Projekt. Angeblich 8-, aber multipliziert mit meinem persönlichen Faktor für steiles Gelände und mangelnden Talents,  komme ich auf den gefühlten, unteren 14. Grad –  oder so ähnlich.

Soweit dazu.

Getreu meinem neuesten Motto: Wer schwer klettern will muss schwer klettern.

Seil aus!

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